,

Natur zum Staunen: Übergang Winter–Frühjahr

Jeder Frühling trägt den Zauber eines Anfangs in sich. Der Frühling fügt allem, was ist, neues Leben und neue Schönheit hinzu. (Jessica Harrelson)

Der Winter zieht sich leise zurück. Der Frühling öffnet sich – nicht abrupt, sondern wie ein sanftes Versprechen, das jeden Tag ein wenig deutlicher wird. Zwischen Regen, Schnee und Tauperlen sowie längerem Licht und steigender Temperatur wächst die Ahnung, dass nach der winterlichen Ruhezeit wieder üppiges Leben möglich sein wird.
Frühblüher wie das Buschwindröschen oder Leberblümchen nutzen das kurze Zeitfenster, bevor die Bäume austreiben, und kündigen damit den Beginn des Frühjahrs an. Längere Tage, frostfreie Nächte, eine Bodenwärme von ca. 5 bis 7 °C, Bodenfeuchte und Tauwasser, das Nährsalze mobilisiert und die genetisch programmierte innere Uhr lassen dann den pflanzlichen Frühling vollends erwachen. Und das Staunen kann erneut beginnen ...

Bild 1: Der Giessenparksee im mystischen Zauber
Bild 2: Die Elfenkrokusse spriessen früh
Bild 3: Regen und Licht wechseln sich ab
Bild 4: Die Buschwindröschen produzieren Pollen – eine lohnende Eiweissquelle für den Stoffwechsel der Insekten
Bild 5 Das gewöhnliche Leberblümchen öffnet und schliesst die Blüten und schützt dadurch Pollen und empfindliche inneren Blütenteile vor Nässe und Kälte
Bild 6: Die Lärche gehört zu den wenigen Nadelbäumen, die richtig blühen (weibliche „Lärchenrosen“)
Bild 7: Die Sternmagnolie ist zwar keine einheimische Pflanze, bezaubert aber als Zierstrauch aus Japan durch ihren Duft und ihre schneeweissen Blütenblätter.

© Kurt Frischknecht, Bad Ragaz (Text & Fotos)